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Berlin 1945
Info, Zeitgeschichte • 02.04.2025 • 22:45 - 01:45
Der European Film Markiet zeigt die rbb/Arte-Doku "Berlin 1945" über ein Schlüsseljahr der Weltgeschichte. Ausschließlich mit Archivmaterial aus der damaligen Zeit montiert Autor und Regisseur Volker Heise eine vielstimmiges Collage von persönlichen Eindrücken der damaligen Geschehnisse. - Die Menschen gehen durch das Brandenburger Tor aus beiden Richtungen. Juli 1945. Ein Auto wird neben dem Bürgersteig geparkt. In der Nähe des Tores, das im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden erlitten hat und in der Schlacht um Berlin teilweise zerstört wurde, wird ein 5 km langes Tempolimit aufgestellt, unter dem die Quadriga besonders leidet. Nach dem Krieg befand sich das Brandenburger Tor direkt im sowjetischen Sektor. Berlin, Deutschland.
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Der European Film Markiet zeigt die rbb/Arte-Doku "Berlin 1945" über ein Schlüsseljahr der Weltgeschichte. Ausschließlich mit Archivmaterial aus der damaligen Zeit montiert Autor und Regisseur Volker Heise eine vielstimmiges Collage von persönlichen Eindrücken der damaligen Geschehnisse. - Zwei Frauen und ein Mann kehren nach Kriegsende nach Berlin zurück; die meisten Gebäude werden durch die alliierten Bombenangriffe beschädigt oder zerstört;);
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Der European Film Markiet zeigt die rbb/Arte-Doku "Berlin 1945" über ein Schlüsseljahr der Weltgeschichte. Ausschließlich mit Archivmaterial aus der damaligen Zeit montiert Autor und Regisseur Volker Heise eine vielstimmiges Collage von persönlichen Eindrücken der damaligen Geschehnisse.
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Der European Film Markiet zeigt die rbb/Arte-Doku "Berlin 1945" über ein Schlüsseljahr der Weltgeschichte. Ausschließlich mit Archivmaterial aus der damaligen Zeit montiert Autor und Regisseur Volker Heise eine vielstimmiges Collage von persönlichen Eindrücken der damaligen Geschehnisse.
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Originaltitel
Berlin 1945
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
12+
Info, Zeitgeschichte
Berlin 1945: Die Stadt verwandelt sich erst in einen Kriegsschauplatz, dann in ein Trümmerfeld, in dem das letzte Aufgebot aus jungen Menschen sinnlos stirbt. Kurz darauf wird der Beginn einer neuen Zeit eingeleitet - mit Siegern und Besiegten. Deutsche und Alliierte, einfache Bürger, Soldaten, Journalisten, Politiker, Zwangsarbeiter, Untergetauchte, Verbrecher und Helden kommen zu Wort - ein vielstimmiges, kollektives Tagebuch. Erzählt wird aus den Blickwinkeln der Zeitgenossen, ohne sich über sie zu erheben, auf Augenhöhe, eine direkte Vergangenheitserfahrung. Und während sich das ganze Ausmaß der untergegangenen Diktatur erst langsam entblättert, zeichnet sich am Horizont schon eine neue Teilung ab. Zusammen gesetzt aus Archivmaterial aller damaligen Akteure wird "Berlin 1945" eine multiperspektivische, emotionale Seherfahrung: lebendige Geschichte. So haben es die Menschen gesehen und empfunden. Es sind Bilder, Töne, Eindrücke aus "ihrer" Stadt. Die Vielstimmigkeit führt uns vor Augen, wie unterschiedlich die Erfahrungen waren, wie wenig man voneinander wusste, wie zerrissen die Menschen waren. Der Film legt Bezüge offen, die bis in das heutige Stadtbild und in unsere eigene Gegenwart hineinreichen. Zu Beginn des Jahres 1945 wiegt Berlin sich in der Illusion, den Krieg zu überstehen. Jeden Tag Bombenangriffe, jeden Tag werden Leichen bestattet und Brände gelöscht. Jeden Tag geht der Alltag weiter, während die Front näher rückt. Der Tod trifft Frauen und Männer, Alte und Junge, Kinder und Greise, Nationalsozialisten ebenso wie die Zwangsarbeiter, die auf ihre Befreiung warten. Eine Zeit der unklaren Frontverläufe, niemand hat den Überblick. Zivilisten verstecken sich, SS-Männer erschießen Deserteure, Rotarmisten hoffen darauf, nicht in den letzten Tagen zu fallen. Der Krieg zieht der Stadt entgegen und schließt den Kreis: Er kehrt zurück an seinen Ausgangspunkt und kennt kein Erbarmen. Am 30. April weht die Rote Fahne über dem Reichstag und Adolf Hitler nimmt sich das Leben. Es dauert noch zwei Tage, bis sich die Stadt ergibt. Eine Niederlage, die eine Befreiung ist. Während Engländer, Franzosen und Amerikaner noch darauf warten, in Berlin einzurücken, setzen die Sowjets Bürgermeister ein, organisieren die Lebensmittelversorgung und machen sich auf die Suche nach den Kriegsverbrechern. Die Jüdische Gemeinde findet sich neu zusammen, es gibt nur wenig Überlebende. Auf der Potsdamer Konferenz wird über das Schicksal der Stadt entschieden. In die Ruinen kehrt das Leben zurück, die Theater eröffnen wieder, Orchester spielen unter freiem Himmel. Doch das Band, das die Alliierten zusammengehalten hat, zerreißt - und der Kalte Krieg beginnt. Der Winter steht vor der Tür. "Berlin 1945" beschreibt das Jahr chronologisch als ein multiperspektivisches Mosaik. Ein Chor aus vielen Stimmen bildet ein kollektives Tagebuch. Die Vielstimmigkeit führt uns vor Augen, wie unterschiedlich die Erfahrungen waren. Wochenschauen, Amateuraufnahmen, Tagebuchnotizen, Zeitungsausschnitte, Fotografien, Bildreportagen, Schnappschüsse, gefrorene Momente in schwarz-weiß und Farbe, werden ebenso in der Erzählung verwoben wie Rundfunkberichte und andere Tonaufnahmen. All das ermöglicht ein Erleben des Jahres 1945 aus dem Zeithorizont heraus. Man sieht Bilder, hört Texte, bekommt Eindrücke und Gedanken von damals.