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Containerschiffe - Die dunklen Geschäfte der Reeder
Info, Wirtschaft + Konsum • 02.04.2025 • 23:55 - 00:40
Der Suezkanal ist ein Nadelöhr für den weltweiten Warenverkehr per Containerschiff.
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Im indischen Alang werden alte Schiffe unter fahrlässigen Bedingungen zerlegt.
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Nur mithilfe von Lotsen können die riesigen Frachter durch enge Kanäle manövrieren.
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Auf den Lotsen im Suezkanal lastet eine große Verantwortung.
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Originaltitel
Containerschiffe - Die dunklen Geschäfte der Reeder
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
Info, Wirtschaft + Konsum
Frachtschiffe sind das Herz des internationalen Handels. Den Reedereien geht es vorwiegend um Gewinne. Folgen sind Preistreiberei, unterbrochene Lieferketten, Billiglöhne und Umweltschäden. 85 Prozent des täglichen Konsums werden übers Meer transportiert. Ein einziges Schiff kann genauso viele Waren transportieren, wie in 150 Supermärkte passen. Schiffseigner sind meist multinationale Reedereien. Deren Gewinne haben sich im Jahr 2021 versechsfacht. Mit Beginn der COVID-19-Pandemie sind die Seetransportpreise explodiert, die Kapazitäten wurden, so der Vorwurf, künstlich verknappt. Die Rechnung zahlen die Konsumenten: leere Regale und steigende Preise. Experten vermuten, dass die Schiffseigner willkürlich Container aus dem Markt nehmen und Häfen nicht zuverlässig anfahren, um ihre Gewinne zu erhöhen. Damit nicht genug, erhalten die Seeleute oft miserable Löhne und leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen. Und auch die Umwelt leidet. Unter Missachtung internationaler Gesetze werden in Ländern wie Indien oder Bangladesch ausgemusterte Frachter verschrottet. Die Giftstoffe aus ihrem Inneren gefährden dort Arbeiter und Anwohner.