CSU nach Stichwahlen: Kommt jetzt das Ende der Vorherrschaft? Die CSU und Bayern, das war lange: eins. Mit CSU-Parteibuch schien einem das Amt sicher. Doch nach den Kommunalwahlen hat sich die Verwurzelung der Partei im Land gelockert. 14 Landratsämter hat die CSU verloren, dazu zwei Rathäuser in den großen Städten. Die Bayernkarte, lange tiefschwarz gefärbt und vom Alleinherrscher-Selbstverständnis eines Strauß oder Stoiber geprägt, wird bunter. Und Markus Söder? "Es gibt keinen Amtsbonus mehr", sagt er nach der Wahl. Wenn das stimmt – wie sicher kann dann die CSU ihre Vorherrschaft mit ihm an der Spitze verteidigen? / Autofreie Sonntage – Ist Krisenmodus in Bayern mehrheitsfähig? Ölkrise! An den Tankstellen klettert der Benzinpreis in inflationäre Höhen, nationale Ölreserven werden freigegeben und die ökonomische Zukunft ist auch in Bayern ungewiss. Viele fragen sich: Wie drastisch werden uns die Folgen von Trumps Iran-Krieg treffen? Die Internationale Energieagentur schlägt vor, Tempolimits einzuführen, Autofahrten und Flugreisen einzuschränken und im Homeoffice zu arbeiten, um Öl und Gas zu sparen. Doch seit Corona reagieren die Menschen empfindlich, wenn man in ihr Privatleben hineinregiert. Sind die Bayern noch offen für Krisenmanagement? / Gewalt gegen Frauen: Hilfsanbieter bangen um Finanzierung: Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen haben ein Beben ausgelöst. In Berlin demonstrierten am Wochenende Tausende für den besseren Schutz von Frauen, Justizministerin Hubig will ein Gesetz gegen digitale Gewalt "zügig umsetzen". Und zur gleichen Zeit müssen Frauenhäuser um ihr Fortbestehen bangen. Denn ausgerechnet, seitdem das neue Gewalthilfegesetz einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für betroffene Frauen und ihre Kinder formuliert, verzetteln sich Kommunen, Länder und Bund in einem Finanzierungsstreit. / Für die Ewigkeit: Das Grab, das man nicht mehr loswird: Ein Rentnerehepaar aus Flintsbach am Inn bei Rosenheim möchte gerne dort beerdigt werden, wo es wohnt. Ein altes Familiengrab in Amberg, über zwei Autostunden entfernt, wollen sie deshalb aufgeben. Vom Friedhofsamt kommt darauf eine hohe Rechnung: 23.000 Euro sollen sie bezahlen, um das Grab an die Stadt Amberg abzugeben – denn es ist denkmalgeschützt. Und damit kann man es nicht einfach auflösen, sondern muss es pflegen… bis in alle Ewigkeit. Ob man nun will oder nicht. / Stiefkind Mittelschule? Die vergessenen Fachkräfte von morgen: Ein kleiner Geldsegen regnet auf Erlangen herab… für rund 23 Millionen Euro soll das Humanistische Gymnasium Fridericianum saniert werden, wie vor ihm schon fünf weitere Gymnasien. Und die Mittelschule Eichendorff? Geht mal wieder leer aus. Und das, obwohl sie den Deutschen Schulpreis 2023 gewonnen hat, Gebäude wie Gelände dringend sanierungsbedürftig sind und für den Ganztagsbetrieb tauglich gemacht werden müssten. Eine Investition, die sich eigentlich mehr als lohnen würde: Denn in Bayerns Mittelschule schlummert viel Fachkräftepotential.